Vollkommenheit (Gedicht zum gleichnamigen Bild, Menüpunkt Malerei,
Abstrakter Realismus)
Gleißende Helligkeit springt mich an,
zwingt mich die Augen zu schließen.
Zurückgeworfen auf mich,
tauche ich ein in die Krypta meiner Seele.
Finsternis empfängt mich,
samtenes Dunkel umgibt mich,
lässt mich ankommen
auf dem Urgrund des Seins.
Zart beginnt ein Leuchten zu wachsen,
das Flamme werden will -
Flamme, die nicht blendet,
nicht verbrennt, nicht verletzt.
Die vollkommen ist in ihrer Liebe,
die dem Leid und dem Leben den Stachel nimmt.
Die sich ausdehnt ohne Besitz zu ergreifen,
die Wärme gibt, ohne zu verzehren.
Die ihre Kraft aus sich selber schöpft,
unerschütterlich eines ist, im Innen und im Außen.